An Frauen, die nicht an Schwangerschaftsdiabetes erkranken wollen Leave a comment

Der große Moment ist da! Endlich Schwanger. Auf diesen Moment freuen sich die künftigen Eltern wie auch die ganze Familie.

Oft ist dabei alles gut, bis die werdende Mutter erfährt, dass Sie unter Schwangerschaftsdiabetes leidet.

Dies ist dann der Moment in dem der eigene Lebensstil unbedingt geändert werden muss.

Nur so kann die eigene Gesundheit und die des Kindes geschützt werden und das Risiko einer späteren Diabetes Erkrankung reduziert werden.

Eine fehlende Behandlung kann für Mutter und Kind zu gravierende Risiken führen.

So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind spätestens im Schulalter unter Übergewicht und unter einer verminderten Glukosetoleranz leidet, rasant an.

Aber auch für die Mutter steigt das Risiko einer späteren Diabetes Typ 2 Erkrankung.

So erkranken durchschnittlich 50 % aller Schwangerschaftsdiabetes Patientinnen innerhalb der kommenden 10 Jahre an Diabetes Typ 2.

Glücklicherweise kann dieses Risiko jedoch in den meisten Fällen stark vermindert werden, insofern Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig behandelt wird und der Lebensstil durch gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung geändert wird.

Der folgende Beitrag befasst sich nun also dementsprechend mit allen notwendigen Fragen rund um das Thema Schwangerschaftsdiabetes und versucht dabei diese gebündelt und übersichtlich darzustellen.

Kurzfassung

  • Schwangerschaftsdiabetes ist die häufigste Begleiterkrankung, die bei einer Schwangerschaft auftreten kann.
  • Zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche findet das sogenannte Screening statt. Dies ist ein Test der feststellt ob Schwangerschaftsdiabetes vorliegt.
  • Die Ursache liegt in der verminderten Wirkung des Hormon Insulin. Dieses ist für die Senkung des Blutzuckerspiegels verantwortlich und reagiert bei Schwangerschaftsdiabetes nicht mehr so gut wie vor der Schwangerschaft.
  • Eine effektive Behandlung verlangt eine Änderung des Lebensstils. Hierzu gehört eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung.
  • Während der Schwangerschaft sollte der Konsum von Kohlenhydraten reduziert werden.
  • Nach der Geburt verschwindet Schwangerschaftsdiabetes in den meisten Fällen von alleine.
  • 50 % aller Patientinnen entwickeln in den 10 Jahren nach der Schwangerschaft eine Typ 2 Diabetes. Daher kann eine frühzeitige Behandlung viel Leid ersparen.

Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Schwangerschaftsdiabetes ist eine sogenannte Glukosetoleranz Störung, die erstmals während der Schwangerschaft auftritt.

Somit ist sie eine Form von Diabetes mellitus bzw. in anderen Worten der Zuckerkrankheit.

Dabei gilt Schwangerschaftsdiabetes als die häufigste Begleiterkrankung, die während einer Schwangerschaft auftreten kann.

So entwickeln ungefähr 2 bis 12 Prozent aller werdender Mütter einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes).

Festgestellt wird Schwangerschaftsdiabetes mithilfe eines 75 Gramm Glukosetoleranztest.

Dieser Test findet normalerweise zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche statt.

Um Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig erkennen zu können wird der sogenannte Suchtest, auch Screening genannt eingesetzt.

Mehr zu den Tests erfährst du im Kapitel Werte und Tests weiter unten im Beitrag.

Der Test sollte aber auf jeden Fall durchgeführt werden, da Schwangerschaftsdiabetes zu einem Gesundheitsrisiko für die werdende Mutter und das ungeborene Kind führen kann.

Die Folgen sind teilweise noch Jahre später zu spüren.

Wenn Diabetes bereits vor der Schwangerschaft besteht, spricht man nicht von Schwangerschaftsdiabetes.

Hier liegt dann entweder Diabetes von Typ 1 oder Typ 2 vor.

Mehr zu Diabetes Typ 1 und Typ 2 erfährst du in meinem hierzu verfassten Beitrag. Hier geht’s zum Beitrag.

Warum ist es gefährlich?

Diabetes stellt einerseits für die werdende Mutter und andererseits für das ungeborene Kind ein enormes Gesundheitsrisiko dar.

Daher sollte jede Schwangere unbedingt am gesetzlichen Screening (Suchtest) teilnehmen, welcher in der Schwangerschaftsvorsorge stattfindet.

Wenn nun festgestellt wird, dass Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, muss mit der Behandlung frühst möglich begonnen werden. Nur so können die Risiken und Gefahren, die für das Kind entstehen minimiert werden.

Beim Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzucker der Mutter so entweder ständig bzw. ungewöhnliche lange nach der Mahlzeit erhöht.

Die Problematik, die hier entsteht, ist, dass diese stark angestiegene Zuckermenge direkt auf das Baby übergeht und dieses somit quasi überernährt ist.

Dies führt dazu, dass es sehr schnell wächst und es sich bereits vor der Geburt an das ständige Kohlenhydrat-Überangebot gewöhnt.

Wenn Schwangerschaftsdiabetes nun also bereits früh in der Schwangerschaft auftritt, kann es beim Baby zu Fehlbildungen am Herzen und zu einer verlangsamten Reifung der Lungenbläschen kommen.

Aus diesem Grund haben Frühlinge auch häufiger mit Atemnot zu kämpfen. So kann es dazu kommen das zeitweise eine künstliche Beatmung nötig ist.

Tipp: Das Baby sollte unbedingt innerhalb 30 Minuten nach der Geburt gestillt bzw. gefüttert werden

Daneben führt ein erhöhter Blutzuckerspiegel auch dazu, dass sich in der Fruchtblase zu viel Fruchtwasser sammelt und die Gebärmutterwand überdehnt wird. Hier nochmals zusammengefasst:

  • Ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu einem erhöhten Wachstum des Fötus
  • Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel ist das Kind während der Schwangerschaft überernährt. Dies führt dazu, dass es nach der Geburt unterzuckert ist. Das wiederum kann dazu führen, dass das Neugeborene nach der Geburt extrem gereizt wirkt und schreit.
  • In extremen Fällen kann es zu Krampfanfällen und Atemaussetzern kommen
  • Erhöhtes Risiko, dass das Kind bereits während der Schulzeit eine verminderte Glukosetoleranz entwickelt und zu Übergewicht neigt.
  • Im späteren Leben: Hohes Risiko am metabolischen Syndrom zu erkranken.

Auch bei der Mutter kann Schwangerschaftsdiabetes zu Problemen führen.

So kann es hier zu der Entwicklung von hohem Blutdruck in Verbindung mit Ödemen, Nierenproblemen und zu einem erhöhten Risiko für Krampfanfälle kommen.

Außerdem kommt es häufiger zu Infektionen der Harnwege. Dies erhöht so das Risiko einer Frühgeburt.

Daneben kommt es durch das zu große Kind und Komplikationen am Ende der Schwangerschaft auch häufiger zu Kaiserschnitten.

Symptome, Anzeichen und Ursachen

Ähnlich wie beim normalen Diabetes ist die Ursache für Schwangerschaftsdiabetes das Fehlen bzw. die verminderte Wirkung des Hormons Insulin.

Die Aufgabe des Insulins ist es den Blutzuckerspiegel zu senken.

Schwangerschaftsdiabetes ist nun eine Sonderform von Diabetes Mellitus und ist eine Kohlenhydratstoffwechsel Störung, die nur während der Schwangerschaft besteht.

Der Übergang zwischen einem erhöhten Blutzuckerspiegel und der Schwangerschaftsdiabetes verläuft fließend.

So gibt es keine wirkliche Grenze, die definiert, ab wann genau ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt.

Dies ist so, weil es während der Schwangerschaft zu einem veränderten Stoffwechsel kommt, bei dem die Glukose d.h. der Zucker nach dem Essen langsamer aufgenommen wird, als dies noch vor der Schwangerschaft der Fall war.

Das ist auch der Grund, weshalb es bei Schwangeren häufig zu erhöhten Blutzuckerwerten kommt. Nun stellt sich die Frage, wie es eigentlich zu Schwangerschaftsdiabetes kommt?

Während der Schwangerschaft kann es zu einer sogenannten verringerten Insulinsensitivität kommen. Hierbei reagieren die Zellen im Verlauf der Schwangerschaft nicht mehr sehr gut auf das Hormon Insulin.

Die hormonellen Veränderungen spielen während der Schwangerschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle.

So beginnt der weibliche Körper zwischen dem vierten und fünften Monat der Schwangerschaft verstärkt große Mengen bestimmter Hormone wie Östrogen, Progesteron, Kortisol, Plazentalaktogen und Prolaktin zu bilden.

Durch die Hormone kommt es dazu, dass dem Körper größere Energiemengen zur Verfügung stehen.

Dies wiederum sorgt nun dafür, dass sich das Kind besser entwickeln kann.

Zugleich sorgt dies aber ebenfalls dafür, dass der Körper der Mutter nicht mehr so gut auf das Insulin anspricht und sich zugleich eine Insulinresistenz entwickelt, die bis zur Geburt anhält.

In unserer Laiensprache bezeichnen wir diesen Prozess als Schwangerschaftsdiabetes.

Normalerweise verläuft die Stoffwechselerkrankung recht symptomarm. Anzeichen wie starker Durst und verstärkter Harndrang fehlen dabei meist. Dies wiederum sind Teile der Anzeichen die bei Diabetes Typ 1 und Typ 2 auftreten.

Aber Vorsicht, nur, weil es heißt, dass die Krankheit meist recht symptomarm verläuft, bedeutet das nicht, dass es nicht zu Symptomen kommen kann.

Folgend werden nun mögliche Symptome aufgezählt die andeuten können, dass ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt:

  • Gesteigertes Durstgefühl
  • Harnwegentzündungen
  • Zucker im Urin
  • Veränderung der Fruchtwassermenge
  • Wachstumsstörungen des Fötus
  • übermäßige Gewichtszunahme
  • erhöhter Blutdruck

Wie wir nun bereits wissen kommt es während der Schwangerschaft zu erhöhten Blutwerten. Betroffen ist hier jedoch nicht nur die Mutter, sondern auch das ungeborene Kind.

Langfristig können diese erhöhten Blutwerte für beide Beteiligten jedoch zu großen Problemen kommen.

So erkranken ungefähr 50 Prozent aller Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes innerhalb der kommenden 10 Jahren an Diabetes Typ 2.

Aber auch für das Kind kommt es zu einer stark gestiegenen Wahrscheinlichkeit, dass es im Verlauf seines Lebens übergewichtig wird und an Diabetes Typ 2 erkrankt steil an.

Die Ursachen die dazu Beitragen, dass es zu Schwangerschaftsdiabetes kommt lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Übergewicht
  • Diabetes Typ 2 in der Familie
  • Erhöhtes Alter der Mutter, d.h. über 30 Jahre
  • Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) bereits während einer früheren Schwangerschaft
  • Frühere Geburt eines Kindes mit einem Geburtsgewicht von über 4500 Gramm
  • Mehr als 3 Fehlgeburten unbekannter Ursache
  • Extreme Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Vorbeugung und Screening

Es empfiehlt sich am Screening d.h. am Suchtest teilzunehmen. Dieses ist ein seit 2012 angebotenes Verfahren, welches feststellt, ob die werdende Mutter unter Schwangerschaftsdiabetes leidet.

Das Interessante dabei ist, dass die Krankenkassen die hierfür entstehenden Kosten übernehmen und es daher keine Ausreden gibt, nicht an diesem Test teilzunehmen.

Beim Screening erkundigt sich der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe nach eventuell auftretenden Beschwerden und sonstigen Problemen.

Dabei führt dieser meistens eine körperliche Untersuchung durch, in welcher unter anderem eine Blutdruckmessung sowie eine Gleichgewichtsbestimmung enthalten sind.

Außerdem wird sich der Arzt nach typischen Hinweisen erkunden wie Durst, Müdigkeit, Schwindel und Harnwegsinfektionen. Daneben gilt es auch die bereits genannten Ursachen zu berücksichtigen.

Dies sind so beispielsweise: Übergewicht, höheres Alter und Diabetes in der Familie.

Die gerade aufgezeigten Risikofaktoren steigern die Wahrscheinlichkeit, dass die werdende Mutter während der Schwangerschaft ein Diabetes entwickelt.

Merke: 40 % aller Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes sind schlank gebaut und haben sonst keinerlei Risiken. Somit ist Schwangerschaftsdiabetes nicht ausschließlich auf Übergewicht zu schieben.

Werte und Test

Während der 24. Bis 28. Schwangerschaftswoche findet normalerweise der sogenannte Suchtest (Screening) statt. Bei diesem Test wird die Schwangere auf eine gestörte Glukosetoleranz getestet. Hierzu setzt man den oralen Glukosetoleranztest ein.

In bestimmten Fällen, beispielsweise, wenn die werdende Mutter unter bestimmten Risikofaktoren leidet, kann es dazu kommen, dass der Test auch bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel stattfindet.

Je nachdem wann der Test stattgefunden ist und insofern dieser negativ ausgefallen ist, wird es entweder zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche bzw. zwischen der 32. Und 34. Schwangerschaftswoche erneut wiederholt.

Dies ist notwendig, da nur so wirklich sichergestellt werden kann, ob Schwangerschaftsdiabetes nun vorliegt oder nicht.

Der orale Glukosetoleranztest teilt sich in zwei Teile. Dies ist so einmal der Suchttest, auch Screening oder Vortest genannt und einmal der diagnostische 75 Gramm orale Glukosetoleranztest.

Beim Suchtest trinkt die Schwangere 200 Milliliter Wasser welches mit 50 Gramm Traubenzucker gemischt ist. Eine Stunde später wird dann der Blutzucker im Venenblut gemessen.

Dieser Test findet normalerweise unabhängig von der Tageszeit und vorheriger Nahrungsaufnahme statt.

Wenn der Blutzuckerwert über 135 mg/dl liegt, besteht ein Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes und es kommt zum diagnostischen 75 Gramm oraler Glukosetoleranztest.

Bei diesem Test trinkt die werdende Mutter 75 Gramm Traubenzucker vermischt mit 300ml Wasser. Dies findet dabei innerhalb von 3-5 Minuten statt.

Zwei Stunden später wird, dann überprüft, ob auch dieser Test erhöhte Werte zeigt. Die definierten Grenzwerte sind so folgendermaßen definiert:

  • Nüchtern: 92 mg/dl
  • Nach 1 Stunde: 180 mg/dl
  • Nach 2 Stunden 153 mg/dl

Wenn nun mindestens einer dieser Blutwerte über den definierten Grenzwerten liegt, so gilt die Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes als gesichert.

Wichtig: Der Test findet nüchtern statt. Das bedeutet, dass in den vorher liegenden 8-10 Stunden nichts gegessen werden darf.

Behandlung

Um Schwangerschaftsdiabetes effektiv Behandeln zu können ist eine Änderung des eigenen Lebensstils notwendig.

So führt eine Ernährungsumstellung und ebenfalls regelmäßige Bewegung in 9 von 10 Fällen zu normalen Blutzuckerwerten.

Erst wen dies nicht weiter hilft, wird normalerweise mit einer Insulintherapie begonnen. Diese Entscheidung trifft jedoch der Arzt.

Bei der Ernährung sollte unbedingt zu ausgewogenen und ballaststoffreichen Lebensmitteln gegriffen werden. Auf Süßigkeiten und den Konsum von gezuckerten Getränken sollte aber auf jeden Fall verzichtet werden.

Dies führt unmittelbar dazu, dass der Blutzuckerspiegel niedrig gehalten werden kann und dass sich die potenziellen Gefahren dadurch radikal reduzieren.

Wichtig ist, dass neben der regelmäßigen Blutzuckerkontrolle auch die Bewegung nicht zu kurz kommt.

Wenn die werdende Mutter dies alles berücksichtigt und umsetzt, führt dies meistens dazu, dass sich die Gefahren die für einen selbst und für das Kind entstehen, sich dadurch radikal reduzieren lassen.

Die Diagnose läuft meist folgendermaßen ab:

  • Wenn durch die Tests festgestellt wurde, dass Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, erhält die Schwangere eine Überweisung zum Diabetologen
  • Dort findet nun eine Beratung statt. Meistens liegt der Diabetologe einem nahe, die eigene Ernährungsweise anzupassen, da dies dazu beiträgt, dass der Blutzucker senkt.
  • Wenn die Ernährungsumstellung und die empfohlene regelmäßige Bewegung nicht weiterhelfen, wird erst dann damit begonnen vorübergehend Insulin zu spritzen.

Ernährung

Die mitunter wichtigste Frage, die während der Schwangerschaftsdiabetes besteht, lautet, was soll ich essen und was sollte ich eher vermeiden?

Kurz gesagt ist die Schwangerschaftdiabetes ja eine Kohlenhydratstoffwechsel Störung. Daher gilt es bei der eigenen Ernährung die Kohlenhydrate zu reduzieren.

Zu den typisch konsumierten Kohlenhydratreichen Lebensmitteln zählen so Kohlenhydrate wie Zucker, Weißmehlprodukte und Fertiglebensmittel. Diese sogenannten einfache Kohlenhydrate sollten so möglichst vom Ernährungsplan verschwinden.

Alternativ kann während der Schwangerschaft auf komplexe Kohlenhydrate gesetzt werden. Hierzu gehören ins besonders Vollkornbrote, Vollkornnudeln wie auch Naturreis.

Diese sorgen nämlich dafür, dass es zu einem langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt.

Tipp: Kombiniere Eiweiße mit komplexen Kohlenhydraten. Dies führt zu einer langsameren Verstoffwechselung. Für den Anfang kannst du so dein morgendliches Marmeladenbrot (Vollkornbrot) noch zusätzlich mit Quark unterstreichen.

Ernährungsplan

Ballaststoffreiche Ernährung Gemüse, Salat, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte
Getränke Früchte und Kräutertees, Mineralwasser, Kaffee (nicht zu viel)
Brot und Gebäck Vollkornbrote, Grahamgebäck, Pumpernickel, Roggenbrot aus Sauerteig
Beilagen Vollkorngetreide (Haferflocken), Vollkorn Nudeln, Polenta, Naturreis
Süßigkeiten Nur in sehr kleinen Mengen nach einer regulären Mahlzeit konsumieren. Lieber zu Vollkornprodukte greifen wie beispielsweise Kekse und Kuchen aus Vollkorn
Obst Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Äpfel, Kiwi, Melonen
Fettarme Produkte Fleisch, Fisch, Eier, Milcherzeugnisse, andere fettarme Produkte

Hier habe ich nun einen kleinen Ernährungsplan dargestellt, der ungefähr zeigt, worauf bei der Ernährung geachtet werden sollt. So sollte die Ernährung unbedingt Ballaststoffreich sein.

Es empfiehlt sich also ins besonders zu Gemüse, Salat, Obst sowie zu Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu greifen.

Wichtig ist, dass während der Schwangerschaft unbedingt auf Süßigkeiten und auf zuckerhaltige Getränke verzichtet werden sollte.

Wenn trotzdem zu Süßigkeiten gegriffen wird, sollte zu Vollkornprodukten wie Vollkornkeksen gegriffen werden. Auch zuckerhaltige Getränke wie Limonaden, Cola etc. sollten nicht konsumiert werden.

Kräuter und Früchtetees empfehlen sich auch hier, wenn man einen anderen Geschmack wie dauerhaft Wasser erleben möchte.

Tipp: Lieber weniger Reis, Nudeln, Kartoffeln und Brot essen. Ebenso auf Süßigkeiten und andere stark gezuckerte Lebensmittel und Getränke verzichten. Vollkommener Verzicht auf: Limonaden, Fruchtsäften, Kuchen, Torten.

Idealerweise sollten die täglichen Mahlzeiten in bis zu sechs kleine Mahlzeiten pro Tag verteilt werden. Dies führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel konstant gleich bleibt und er so keine Starken Ausschweife besitzt.

Auch das Frühstück sollte aus genau diesem Grund in zwei Teile gegliedert werden. So empfiehlt es sich zwischen diesen beiden Teilmahlzeiten bis zu 2 Stunden Pause zu machen.

Der erste Teil des Frühstücks kann so beispielsweise aus einem Vollkornbrötchen bestehen der im Anschluss d.h. zwei Stunden später mit einem Müsli (mit fettarmer Milch) ergänzt wird.

Nach der Geburt

Nach der Geburt verschwindet Schwangerschaftsdiabetes in den meisten Fällen von alleine. Trotzdem gilt erhöhte Aufmerksamkeit.

Dies ist vor allem deshalb so wichtig, da jede zweite Schwangerschaftsdiabetes Patientin innerhalb von zehn Jahren einen Diabetes Typ 2 entwickelt.

Auch beim Kind besteht ja leider das Risiko, dass es im Laufe seines Lebens an Diabetes Typ 2 erkranken kann. Und das ins besonders dann, wenn Schwangerschaftsdiabetes während der Schwangerschaft nicht entdeckt und behandelt worden ist.

Daher wird beim Baby 1 bis 2 Tage nach der Geburt und ebenfalls einige Wochen später erneut der Blutzuckerwert überprüft.

Warnung: Auch, wenn die Werte der Mutter nach der Geburt im akzeptablen Bereich liegen, besteht trotzdem ein Risiko im Laufe der folgenden Jahre an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Glücklicherweise hat eine Studie festgestellt, dass dieses Risiko um bis zu 40 Prozent gesenkt werden kann, wenn die Mutter ihr Kind stillt. Hier geht übrigens zu der Studie.

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